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Zukunftskonferenz
Sie ist eine Methode, bei der eine große Gruppe in 18 Stunden - verteilt auf 3 Tage - die gemeinsame Zukunft entwirft. Es kann sich dabei um eine Organisation handeln, aber auch um eine ganze Branche oder eine Stadt mit ihren verschiedenen Interessengruppen. Die Konferenz ist so gestaltet, dass ein konstruktives Klima des Dialogs entsteht und gleichzeitig die Unterschiedlichkeit der Teilnehmenden ihren Platz hat.
Die Zukunftskonferenz besteht aus 5 Phasen:
1. Vergangenheit
Ausgangspunkt ist die Betrachtung der gemeinsamen Vergangenheit im Licht der teils unterschiedlichen und teils ähnlichen Sichtweisen sowie der gemeinsamen Werte.
2. Gegenwart
a) Welche Entwicklungen kommen auf uns zu? Dabei steuern auch externe Beteiligte wie Kunden oder Lieferanten ihre Sicht bei.
b) Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Zukunft?
3. Zukunft
Aufgeteilt in fachlich gemischte Gruppen werden Visionen einer gemeinsamen Zukunft entworfen. Dies geschieht nicht nur durch Sprache, sondern auch durch kreative Prozesse wie gemalte Bilder, Collagen, gespielte Szenen, Videoclips, ...
4. Konsens
Worin stimmen wir überein? Aus allen Zukunftsentwürfen werden die Gemeinsamkei-ten herausdestilliert.
5. Maßnahmenplanung
Aus den Ideen mit der stärksten Energie entstehen Projekte, Arbeitskreise und kon-krete Aktionen.
Zukunftskonferenzen bieten sich unter anderem an, wenn
. konkrete Ziele und Maßnahmen auf einer gemeinsamen
Vision fußen sollen
. das ganze System einschließlich externer Betroffener einbezogen
wird
. Top-down-Prozesse zu langwierig bzw. bereits gescheitert sind
. bei Fusionen unterschiedliche Kulturen zusammen gebracht
werden müssen
Weitere Großgruppenkonferenzen sind:
• Appreciative Inquiry (Wertschätzende Erkundung)
• Open Space-Konferenz
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